Der Eisbär verliert die Heimat

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und wir die Arktis! Diese Problematik den Kölner Bürgern und Gästen zu verdeutlichen werden Kölner Greenpeace Aktivisten am Sonntag und Montag den 11. und 12. August mit einem Eisbärkostüm auf dem Roncalliplatz von 11:00–17:00 Uhr und am Montag an wechselnden Standorten für Aufmerksamkeit und Unterstützung werben. Interessierte und Kinder für ein Foto mit unserem Eisbär namens „Paula“ sind herzlich eingeladen.

Schützt die Arktis – Save The Arctic ist die Kernaussage dieser Aktion, zeigt sich doch in der Arktis der Klimawandel wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Deutlich wird dies in dem drastischen Rückgang der Meereseisbedeckung in den letzten 30 Jahren und im Schmelzen der Inlandgletscher. Wirkt doch das Eis am Nordpol wie eine Klimaanlage durch die Reflektion der Sonnenstrahlen zurück in den Weltraum und somit für stabilere Wetterverhältnisse, die auch einen entscheidenden Einfluss auf unsere Nahrungsmittelproduktion haben. Ferner eröffnet der Rückgang des Eises neue Schifffahrtsrouten und die Möglichkeit der Rohstoffausbeutung insbesondere von Öl und Gas in dieser ökologisch hochsensiblen Region. Das Wettrennen in dieser Disziplin ist schon durch die Konzerne Shell und Gazprom eröffnet. Die härtesten Eisatzbedingungen und Risiken im Offshore Geschäft bestehen in dieser Region, mit dramatischen Folgen bei einem Öl- und Gasunfall. Die Natur selbst hat hier keine nennenswerten Selbstreinigungsmöglichkeiten wie in anderen Regionen unseres Planeten. Wie also reinigt man Eis, Schnee und das Polarmeer? Die simple Antwort: Es gibt kein Verfahren! Der Winter unterbindet sowieso jede Aktivität. Aus dieser Einsicht lehnt der Konzern Total eine Förderung in der Polarregion ab. Man wünschte, andere Konzerne und Länder gelangten auch zu dieser Einsicht!

Daran arbeiten wir mit ihrer Hilfe. Greenpeace Köln

Lothar Klingbeil