Die Artenvielfalt geht verloren

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Etwa eine Million Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Das sagt der erste globale Bericht der Vereinten Nationen zum Artensterben. Das Ausmaß des Verlustes sei noch nie so groß gewesen. Und es nehme weiter zu. Gründe sind Monokultur und Pestizideinsatz. Dies erläutert Thomas Stumpf, Biologe der Arbeitsgemeinschaft Bergischer Ornithologen.

Selbst ein Naturschutzgebiet wie die Wahner Heide ist von der allgemeinen Entwicklung in der umgebenden Landwirtschaft beeinflusst. Auch hier ist der Brutvogelbestand deutlich zurückgegangen. Selbst früher weit verbreitete Arten wie Feldlerche und Haussperling sind stark dezimiert.

 

Wollen wir in einer Welt mit reduzierter Natur leben? Mit einem nur noch kleinen Bestand an Vögeln und Insekten. Da die Verluste immer ab 1990 angegeben werden, sieht das Ergebnis noch erträglich aus. Wenn man die Verluste der Jahrzehnte davor mit einbezieht, sehen die Zahlen noch drastischer aus.

 

Selbst Dünger kann durch zu hohen Nitratgehalt in den Pflanzen zum Beispiel Schmetterlingsraupen töten. Rotoren von Windrädern erschlagen auch Vögel wie den Rotmilan. Diese Auswirkung muss allerdings in Relation gesetzt werden zu den anderen menschengemachten Todesursachen wie Katzen, Verkehr oder Starkstromleitungen (siehe Grafik).

 

 

 

 

 

 

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