Fast Fashion

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Die Schattenseite der Mode.

„Fast Fashion“ heißt eine Sonderausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln, die die katastrophalen Folgen von rasant wechselnder Billig-Mode zeigt. Denn diese Mode hat ihren Preis: Umweltzerstörung und unmenschliche Arbeitsbedingungen in den hauptsächlich asiatischen Herstellerländern.

Wir trafen den Kurator der Ausstellung, Dr. Oliver Lueb, zum Gespräch:

Was ist eigentlich Fast Fashion und was sind die sogenannten Haul-Videos, auf denen junge Menschen ihre „Mode-Schnäppchen“ präsentieren?

Musik: Ofenbach vs. Nick Waterhouse – Katchi

In den Produktionsländern wird unsere Mode unter unerträglichen Arbeitsbedingungen und unter Einsatz von diversen Chemikalien und lebensgefährlichen Pestiziden produziert. Zwischen dem Entwurf einer neuen Modekollektion und dem Verkauf in den Läden vergehen nur noch wenige Tage.

Doch welchen Weg legt unsere Mode von dem Entwurf bis zum Verkauf in den Läden zurück und was geschieht mit ihr, wenn wir sie nicht mehr behalten wollen?

Musik: Silbermond – Leichtes Gepäck

Wer sind diese Menschen, die ihr Leben für unsere Mode aufs Spiel setzen? Meistens sind es Frauen und Kinder, da sie die billigsten Arbeitskräfte für die Mode-Industrie sind.

Musik: Amy Powers – Believe in Me

Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich jeder für einen nachhaltigeren Konsum von Mode einsetzen kann. Auch in der Ausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museum wird ein Bereich der Entwicklung von „Slow Fashion“ gewidmet. Neben dem bewussteren Modekonsum gibt es in Köln und vielen anderen Städten Kleider-Tauschpartys. Ehemalige Lieblingsstücke können mit diversen Upcycling-Verfahren individuell gestaltet und dadurch wieder aufgewertet werden. Vom Reparieren bis hin zum Mieten von Anziehsachen gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten.

Musik: The Kinks – Dedicated Follower of Fashion

Hier gibt es weitere Informationen zu dem Thema Konsum und Textilindustrie.