Fleisch frisst Wald!

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Am Samstag, den 12.10., haben sich die Greepeace-Gruppe der Artenvielfalt Wälder und der nachhaltigen Landwirtschaft zusammengeschlossen, um über mehrere Problemfelder der Produktion unserer Nahrung aufzuklären. Ausgangspunkt waren, die über 100.000 Brände im Amazonasgebiet im Sommer 2019. An unserem Stand sorgten wir mit einem ca. 8m großen selbstgemalten Kreidebild auf dem Boden und eindrucksvollen Postern (z.B. ein Hackmesser, dass in einem fleischig aussehenden Baumstumpf steckt) für Aufmerksamkeit unter vielen Kölnern und ebenso vielen Touristen aus aller Welt. Unsere Sprachkenntnisse in Englisch, Russisch, Griechisch, Französisch und Mandarin wurden intensiv gebraucht und das war wichtig, denn es ist ein globales Problem, das uns alle angeht. Die Nachfrage bestimmt die Zerstörung.
 
Was gilt es für Deutschland und unsere Politik zu tun?
 
Wir brauchen ein Lieferkettengesetz (Petition hier: https://lieferkettengesetz.de/), welches Kinderarbeit, Ausbeutung von Arbeiter*innen und Naturzerstörung im Herstellungsprozess verbietet. Die Hersteller müssen Verantwortung für ihre Lieferanten übernehmen und dürfen sich bei Menschenrechtsverletzungen und der Umweltzerstörung durch ihre Subunternehmer und Zulieferer nicht mehr mit Unwissenheit oder fehlendem Einfluss rausreden.
Ein neues Gesetz würde Unternehmen im Falle von Fehlverhalten zur Rechenschaft ziehen. Unternehmen sollen für Schäden haften. Das Gesetz fordert eine Sorgfaltspflicht von den Unternehmen Risiken von Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zu ermitteln und dann entschieden dagegen vorzugehen und zu beheben.
 
Wie können erste Ansätze einer besseren und faireren Lieferkette schon jetzt umgesetzt werden?
 
Ein Ansatz wäre, dass mehr regionale Produkte aus der biologischen Landwirtschaft in unseren öffentlichen Kantinen wie z.B. in Kitas und Schulen zum Einsatz kommen. Daher fordern wie ebenfalls eine kurzfristige Umstellung auf 50% der verwendeten Lebensmittel in Bioqualität und eine Erhöhung auf 100% innerhalb der nächsten 5 Jahre.
 
MACHEN SIE MIT...
 
...und fragen auch Sie nach biologischen Zutaten und mehr vegetarischen und veganen Alternativen in Ihrer Kantine und schreiben Sie der Stadt, um das Ziel schnell zu erreichen. Das schont die Umwelt und sorgt für eine bessere Verzahnung mit der regionalen bäuerlichen Wirtschaft.
 
Christoph Brade