Gegen Shell

Pannenserie des Öl-Multis reißt nicht ab
Greenpeace Köln protestiert heute an der Shell-Tankstelle in Lindental, Lindentalgürtel 100, gegen die Pläne des Ölkonzerns auch in Zukunft in den arktischen Gewässern vor der Küste Alaskas nach Öl zu suchen. Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Protests in 40 Städten. „Shell hat mit diversen Unfällen in den vergangenen Monaten bewiesen, dass es keine sicheren Ölbohrungen in der Arktis geben kann. Der Konzern war nicht in der Lage, die Herausforderungen in dieser unwirtlichen Region zu meistern“, sagt Sarah Hambuch, Sprecherin von Greenpaece Köln. „Deshalb fordert Greenpeace einen Stopp der industriellen Nutzung der hohen Arktis.“

US-Küstenwache setzt Schiff für knapp vier Wochen fest
Die Pannenserie von Shell in der Arktis nimmt kein Ende. Sowohl das von Shell eingesetzte Bohrschiff „Noble Discoverer“, als auch die Bohrplattform „Kulluk“ rissen sich bei schlechtem Wetter los und strandeten an der Küste Alaskas. Ein Testlauf zur Einsatzfähigkeit der Notfallausrüstung, die für einen Ölunfall vorgeschrieben ist, schlug fehl. Bei einer Überprüfung der „Noble Discoverer“ durch die US-Küstenwache im November vergangenen Jahres wurden so schwere Mängel festgestellt, dass die Behörde das Schiff für knapp vier Wochen festgesetzt hat.

Öl würde Verbrauch für gerade einmal drei Jahre decken
Durch diese Pannenserie sieht Shell sich gezwungen, die Ölbohrpläne zumindest für dieses Jahr aufzugeben. Zurzeit sind die beiden havarierten Schiffe auf dem Weg zu Werften in Asien. Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, die die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Insgesamt werden etwa 90 Milliarden Barrel Öl (1 Barrel=159 Liter Öl) in der gesamten Arktis vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen weltweiten Ölverbrauch für etwa 3 Jahre zu decken. Allein vor der Küste Alaskas vermuten Experten ca. 20 Milliarden Barrel Öl.

Bereits drei Millionen Arktisschützer
Seit gut einem Jahr protestiert Greenpeace weltweit mit zahlreichen Aktionen gegen die Arktispläne von Shell. Gleichzeitig ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich für den Arktisschutz und die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis einzusetzen. Bis jetzt haben sich knapp drei Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift zum Arktisschutz bekannt.