Ich und DU – Uranmunition

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Wir sprechen mit Frieder Wagner, ARD-Journalist, Filmproduzent und Träger des Grimme-Preises, über Uranmunition. Seine letzten Filme und sein neues Buch „Todesstaub – Made in USA“ behandeln dieses Thema.

 

Es geht um enorm durchschlagsfähige, panzer- und bunkerbrechende Geschosse und Bomben, deren Baustoff abgereichertes Uran/depleted uranium (U 238) ist. Dieses Material, das etwa doppelt so schwer ist wie Blei, verglüht beim Aufschlag durch die enorme Hitzeentwicklung. Der entstehende Uranstaub ist radioaktiv und verteilt sich über die Umgebung oder wird durch den Wind hunderte von Kilometer weit verbreitet. Das Metall, auf das die Uranmunition trifft, wird bei über 2000°C geschmolzen und durchstoßen, der Innenraum eines Panzers etwa wird zur radioaktiven Gluthölle.

Die Regierungen der USA, Großbritanniens und Deutschlands haben von der Gefahr gewusst, aber sowohl die Soldaten als auch die Öffentlichkeit gezielt falsch informiert und die Folgen verharmlost.

Warum ist Uranmunition gefährlich?

Der Staub aus der Uranmunition ist radioaktiv mit einer Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren und erzeugt Krebs. Die Staubpartikel sind klein und dringen in Lunge, Gehirn und alle Körperorgane ein, überwinden auch die Plazenta, so dass auch ungeborene Kinder verseucht werden. Da auch Eizellen und männliche Samenzellen verstrahlt werden, sind Missbildungen über Generationen möglich.

Was können wir gegen den Einsatz von Atomwaffen unternehmen?

Die Internationale Kampagne für ein Verbot von Atomwaffen ICAN sammelt Unterstützer für einen Appell an die Bundesregierung, dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen beizutreten, wie dies schon über Hundert Staaten dieser Welt getan haben.

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