Kundgebung für Genmais STOPP

Media

Greenpeace Köln protestiert gegen den Anbau des Gen Mais „1507“

Ehrenamtliche GreenpeacerInnen aus Köln  demonstrierten heute auf dem Wallrafplatz mit einer 2,50 m hohen Genmais-Fratze und einem großen Plakat  „Genmais stoppen“ gegen den möglichen Anbau des Genmais Type „1507“ des amerikanischen Unternehmens Pioneer.

Durch die Enthaltung der Bundesrepublik Deutschland bei der Abstimmung in Brüssel kam keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Anbau des Genmais zustande. Die Entscheidung liegt nun bei der Europäischen Kommission, die zuvor bereits angekündigt hatte, im Zweifel den Mais zuzulassen – und Enthaltungen als Ja-Stimmen zu bewerten. Mit einer möglichen Anbauzulassung ist demnächst zu rechnen.

Die Verbraucher konnten einen Brief an den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft unterzeichen, in dem der Minister Christian Schmidt aufgefordert wird, sich gegen die Zulassung des Genmais einzusetzen und seine Absicht zur Verhinderung mitzuteilen. Herr Schmidt hatte sich bereits skeptisch zur Agro-Gentechnik geäußert.

Das Mais-Monster zog viele Blicke auf sich und Passanten nutzten es als Hintergrund für Einzel- oder Gruppenfotos. Mehrere Leute unterschrieben einen roten ’Post-it-Zettel’ und klebten ihn als persönlichen Protest auf den Maiskolben.

Wissenschaftliche Studien über die Gefährdung der Natur und nützlicher Insekten durch den Genmais haben 2010 zum Anbauverbot des damaligen Genmais MON810 von Monsanto geführt. Der zur Zulassung anstehende Typ 1507 ist toxisch noch intensiver ausgelegt  als der verbotene Vorgänger-Typ!

Gentechnisch veränderte Pflanzen können sich unkontrolliert durch Pollenflug und Insekten vermehren. Auch beim Transport und Lagerung kann es zu Verunreinigungen kommen. Die Folgen gentechnischer Eingriffe lassen sich, wenn überhaupt, nur schwer wieder rückgängig machen. Die Ausbreitung des in der Umwelt ausgebrachten gentechnisch veränderten Materials ist nur schwer oder gar nicht begrenzbar.

Wenn auch nicht alle Leute unterschrieben haben, die unsere Aktivität verbal unterstützten, so können wir immerhin etwa 100 unterzeichnete Briefe mit einer klaren Forderung an den Landwirtschaftsminister abschicken.

Manfred Bigge

Zu unserem Flickr-Album