Plastik

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Am Sonntag, dem 31.Mai.2015, fand im Kölner Stadtteil Sülz zum ersten Mal der Tag des guten Lebens statt und die Kölner Greenpeace Gruppe war vor Ort. Die Artenvielfaltsgruppe widmete sich dem Thema Plastik. Produkte aus Plastik sind aus dem modernen Leben kaum mehr wegzudenken und erscheinen unendlich praktisch. Leider zeigen sich in den letzten Jahren verstärkt die negativen Begleiterscheinungen unseres weltweiten Plastikkonsums. So ist der Plastikmüll in den Ozeanen längst zu einem globalen Problem geworden, welches so schnell wie möglich angegangen werden muss – und jeder kann mithelfen!

An unserem Stand konnten interessierte Passanten das Plastik-Quiz lösen und kleine Preise wie Buttons und Samenpäckchen gewinnen. Hättet Ihr gedacht, dass in Deutschland jährlich 6,1 Milliarden Plastiktüten verwendet werden und diese ungefähr so viel wiegen wie 150.000 VW Golf? Aus diesen Gründen haben wir gemeinsam Ideen gesammelt, wie man im Alltag Plastik vermeiden oder ersetzen kann (z.B. selbst Waschmittel/Zahncreme herstellen, um Plastikverpackungen zu vermeiden). Auf einer Stellwand konnte jeder mitmachen. Außerdem riefen wir am Stand und per Facebook dazu auf, eine Woche und länger mit so wenig wie möglich Plastik auszukommen. Abgesehen davon zeigten und verteilten wir viele Hintergrundinformationen zu den langfristigen Folgen des Plastikmülls auf unsere Tierwelt und letztendlich auch auf uns Menschen. Langfristig ist hier genau das richtige Wort, denn manche Plastikprodukte benötigen bis zu 450 Jahre, um sich vollständig abzubauen. Während dieser langen Zeitspanne häufen sich die Probleme z.B. Seevögel, die mit vollem Magen verhungern, da sie versehentlich im Meer schwimmende, mit Algen besetzte Plastikteile mit Nahrung verwechseln und diese nicht mehr ausscheiden können. Andererseits ist es schwer, 100%ig nachzuvollziehen, aus welchen Bestandteilen unsere Plastikprodukte im Einzelnen bestehen, da es sich oftmals um Betriebsgeheimnisse der Hersteller handelt. Nicht jeder verwendete Stoff ist gesundheitlich unbedenklich und reichert sich dennoch über kurz oder lang im Wasserkreislauf unseres Planeten an, ohne dass wir die Langzeitfolgen genau kennen. Wird man die ungewünschten Rückstände zukünftig herausfiltern können?

Ist Plastik wirklich so praktisch und unersetzlich, dass es uns das Risiko wert ist unser lebenswichtigstes Element Wasser unwiederbringlich zu verschmutzen? Hier sind die Ideen zur Plastikvermeidung...

 

Und hier noch ein paar Links zum Thema und einem Projekt, das Hoffnung macht.

The Ocean Cleanup Project

http://www.greenpeace.de/muellkippe-meer

http://www.greenpeace.org/international/en/campaigns/oceans/fit-for-the-future/pollution/trash-vortex/

 

Christoph Brade

 

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