Rückblick Gehzeugdemo 30.05

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Rückblick Gehzeugdemo – „Saubere Mobilität statt Abwrackprämie und Auto-Kollaps“

Am 30. Mai 2020 zogen wir Ehrenamtlichen von Greenpeace Köln mit selbstgebauten Autoattrappen, den sogenannten „Gehzeugen“ um den Neumarkt bis zum Rudolfplatz, um zu simulieren, wie viel Platz Autos in der Stadt einnehmen. Fläche, die eigentlich den Menschen gehören könnte.

Die Beratungen für das Konjunkturpaket zur Corona-Krise standen kurz bevor und eine „erneute Abwrackprämie“ schien nicht ausgeschlossen. Zwar wurden die Weichen im Konjunkturpaket nun in Richtung Klimaschutz statt in Richtung Autoindustrie gestellt, eine wirkliche Verkehrswende ist aber nicht eingeleitet worden. Diese ist jedoch dringend notwendig: Der Anteil des Verkehrs an den deutschen Treibhausgasemissionen ist seit 1990 sogar von 13 auf 20% gestiegen. Gut jedes dritte neu zugelassene Auto ist heute ein SUV.

Dabei wäre so viel möglich. Bis zu 30 Prozent aller Pkw-Fahrten in Städten könnten problemlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, denn rund die Hälfte der mit dem Auto zurückgelegten Strecken sind kürzer als fünf Kilometer und damit problemlos mit dem Fahrrad zu bewältigen. Jedes Auto, das aus der Innenstadt verbannt wird, schafft Platz für 20 Fußgänger oder 10 Radfahrer. Wo heute Staus, Parkplatznot, Lärm und schlechte Luft herrschen, könnte Platz für Fahrradwege und neue Grün- und Erholungsflächen entstehen. Wir von Greenpeace Köln möchten uns deshalb für eine Innenstadt einsetzen, die den Menschen und nicht den Autos gehört.

Auch bei den Passanten am Neumarkt und Rudolfplatz kam unsere Aktion gut an. Nach einem oft anfänglichen Staunen über unsere „Auto-Attrappen“, wurde unser Zug durch viele freundliche Zurufe und Klatschen begleitet. Auch uns hat es viel Spaß gemacht und wir werden bestimmt noch öfter Spritztouren mit unseren Gehzeugen machen.

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