Schutz für die Arktis

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In Köln wie auch in weiteren Städten weltweit setzten sich am letzten Samstag, den 19. Oktober, ehrenamtliche Mitglieder von den örtlichen Greenpeace Gruppen für die Freilassung der in Russland inhaftierten Aktivisten ein. Unter der Überschrift „Free The Arctic 30“ wurde zur aktuellen Situation der dreißig in Untersuchungshaft befindlichen Männer und Frauen aus 18 Ländern informiert. Persönliches Engagement mit Risikobereitschaft beim Einsatz für den Schutz der Umwelt ist seit der Gründung von Greenpeace ein Element bei den Aktionen. Jetzt besteht zusätzlich die Drohung einer 10–15 jährigen Haft wegen angeblicher Piraterie, obwohl es nicht um die Übernahme der Ölförderplattform ging. Geplant war nur die Anbringung eines Protestbanners.

Vabanque in der Arktis

Ist doch die beginnende Rohstoffförderung in der Arktis für den Planeten und uns ein Vabanquespiel. Ein Unfall kann nicht wirksam bekämpft werden und die Natur selbst verfügt über keine nennenswerten Selbstreinigungsmöglichkeiten. Gibt man „Ölverschmutzung Sibirien“ in eine Suchmaske ein, so erhält man ein erschreckendes Beispiel für die Zukunft der Arktis. Hier gilt es, der russischen Firma Gazprom und den weiteren Akteuren wie Shell die Grenzen aufzuzeigen, die sie selbst offensichtlich nicht erkennen.
„Ihr Akteure, seit im Focus der Aufmerksamkeit und werdet beobachtet“ ist das gewaltfreie Anliegen von Greenpeace und weiterer Umweltgruppen. Mediale Aufmerksamkeit, die Unterstützung von elf Nobelpreisträgern und inzwischen die Politik wirken hier unterstützend für den Schutz der Arktis und die Freilassung der Crew von Greenpeace.

Kölner Engagement

Das sahen auch viele Kölner so und unterzeichneten die Petition an den russischen Botschafter für die Freilassung der Aktivisten. Viele kamen ohne jede Aufforderung zu unserem Stand. Die Schülerinnen Anna und Lea der Liebfrauenschule schauten auf ein Interview vorbei. Persönliche Botschaften an die Inhaftierten konnten auf einer Karte in Form einer Taube in den Regenbogenfarben vermittelt werden. Stellt doch diese Karte die Bugverzierung der „Arctic Sunrise“ dar, dem in Murmansk von den russischen Behörden internierten Schiff von Greenpeace.
Eine sehr persönliche Botschaft an ihre inhaftierte Landsmännin aus Brasilien schrieb die Bedienung des benachbarten Cafés zu unserem Stand in der Breite Straße.

Weitere Informationen und eine Chronologie der Ereignisse finden sich unter den nachfolgenden Links. Hier kann auch eine Petition an den russischen Botschafter gerichtet werden.

Pedition
Freiheit für unsere Aktivisten

Chronologie Arctic 30

Lothar Klingbeil